. .

imoe> News

Georgischer Film gewinnt Hauptpreis beim Filmfestival goEast - Vielfältiges Programm begeisterte Publikum in Wiesbaden 11.05.10

Filme aus Georgien, Ungarn, Israel und Russland gewinnen bei der zehnten Ausgabe von goEast. Mit der feierlichen Preisverleihung endete das zehnte Festival des mittel- und osteuropäischen Films am heutigen Dienstagabend in Wiesbaden. ?Das aktuelle Kino unserer östlichen Nachbarn und Freunde ist im Kommen und in der Filmwelt kein Exot. Die bei goEast gezeigten Filme zeugen von einem vielseitigen und ästhetisch anspruchsvollen Kino. Das verheißt einen Boom auch außerhalb von internationalen Filmfestivals: Es ist für die Zukunft noch viel zu erwarten!", so Festivalleiterin Nadja Rademacher.

Zehn Spiel- und sechs Dokumentarfilme wetteiferten um die mit insgesamt 29.500 Euro dotierten Festival-Preise, die von der international besetzten goEast-Jury unter Vorsitz des russischen Filmkritikers Andrej Plachow vergeben wurden. Der ?koda-Preis ?Die Goldene Lilie" für den Besten Film (10.000 Euro), gestiftet von ?koda Auto Deutschland, geht an Levan Koguashvili, der mit AUF DER STRASSE / QUCHIS DGEEBI (Georgien 2010) die beste Tradition des georgischen neo-realistischen Kinos wiederbelebe, so die Jury. Der ungarische Regisseur József Pacskovszky erhält für TAGE DER SEHNSUCHT / A VÁGYAKOZÁS NAPJAI (Ungarn 2009) den Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Beste Regie (7.500 Euro). Die im Film geschilderte Auseinandersetzung des Individuums mit den Erwartungen in einer sich rasant verändernden Gesellschaft überzeugte die Jury. Der Dokumentarfilmpreis ?Erinnerung und Zukunft" (10.000 Euro) der Stiftung ?Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" geht an OJ MAMA / OY MAMA (Israel 2009) von Orna Ben Dor und Noa Maiman für das laut Jury ?zärtliche Porträt" der Großmutter Maimans, einer Holocaust-Überlebenden.

Alexej Popogrebski konnte mit HOW I ENDED THIS SUMMER / KAK JA PROVEL ETIM LETOM (Russland 2010) gleich zwei Jurys überzeugen: Er erhält aufgrund der herausragenden visuellen Kraft den Preis des Auswärtigen Amts für einen Wettbewerbsbeitrag von ?künstlerischer Originalität, die kulturelle Vielfalt schafft" (2.000 Euro). Außerdem vergibt die FIPRESCI-Jury den Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis) an diesen Film.

Lobend erwähnt die Festivaljury die herausragende Leistung des Schauspielers Victor Rebengiuc in EHRENMEDAILLE / MEDALIA DE ONOARE (Rumänien, Deutschland 2009). Lobend erwähnt wird außerdem der Dokumentarfilm PROVINZ 35 x 45 / GLUBINKA 35 x 45 (Russland 2009).

Mit dem Filmförderpreis für Koproduktionen von Nachwuchsfilmemachern aus Deutschland und Osteuropa zeichnet die Robert Bosch Stiftung im Rahmen von goEast drei vielversprechende Filmvorhaben in den Kategorien Kurzspielfilm, Animationsfilm und Dokumentarfilm aus. Der Preis ist mit insgesamt bis zu 210.000 Euro dotiert. Sieger in der Kategorie Kurzspielfilm ist die moldawisch-deutsche Koproduktion PANIHIDA der Regisseurin Ana-Felicia Scutelnicu und des Produzenten Jonas Weydemann. Das Team überzeugte die Jury mit einer herausragenden Präsentation von der Geschichte eines absurd anmutenden Beerdigungszugs durch ein moldawisches Dorf. In der Kategorie Animationsfilm gewann das bulgarisch-kroatisch-deutsche Projekt FATHER der Regisseure Asparuh Petrov (Bulgarien), Dim Yagodin (Russland), Moritz Mayerhofer (Deutschland), Rosita Raleva (Bulgarien) und Veljko Popovic (Kroatien) sowie der Produzenten Maria Stanisheva (Bulgarien), Vanja Andrijevic (Kroatien) und Christian Müller (Deutschland). Die jungen Regisseure illustrieren in dem fünfteiligen Episodenfilm ihre Sicht auf die Beziehung von Vater und Kind in dramatischer, aber auch humorvoller Weise. Das kasachisch-deutsche Filmvorhaben SEATOMORROW der Regisseurin Katerina Suvorova sowie der Produzenten Stephan Grobe und Anna Hoffmann gewinnt in der Kategorie Dokumentarfilm. Es geht um Menschen, die in der zerstörten und doch bildgewaltigen Landschaft des Aralsees um die Rückkehr des Wassers kämpfen.

Quelle: Deutsches Filminstitut ? DIF e.V., goEast ? Festival des mittel- und osteuropäischen Films,  www.filmfestival-goEast.de, Pressemitteilung vom 27.04.2010

 

<< zurück

Kontakt

Telefonkontakt

+49 / 511-415796

Mailkontakt

info@imoe.de

imoe> Newsletter

Aktuelle Osteuropa-Tipps,
zweimonatlich, kostenfrei

Weitere Infos und abonnieren

 
LinksAGBDatenschutz