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Exklusiv-Interview mit dem Grafen von Unheilig 12.10.09

Was motiviert Künstler, neue Event-Konzepte für ihre Fans zu entwickeln?

Der Graf von Unheilig schildert seine Ideen und Erfahrungen, wie es zur Konzertreihe Unheilig & Friends kam, und zu seinen Erfolgen in Russland (Hintergrundinterview zum Konzertbericht von Unheilig & Friends in Hannover ?Dark Scene goes family - Unheilig steuert mit familienorientiertem Konzept auf Erfolgskurs?).

Lieber Graf, herzlichen Dank im Voraus, dass Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen!

Frage von imoe>:
Wie kam es zu der Idee der Organisation der Unheilig & Friends-Tour als ein ?Familien-Event??


Antwort des Grafen:
Ich war schon bei recht vielen Konzerten, und es gab in der Vergangenheit immer viele Punkte, die mich selber gestört haben. Ich hatte die Erfahrung gemacht, das oftmals immer an der falschen Stelle gespart wird wie PA, Toiletten, Behindertentoiletten, Reinigungspersonal, Verpflegung etc, und ebenso gab es nie die Möglichkeit für Eltern, ihre Kinder mitzubringen zu Konzerten.

Ich gehöre zu denen, die bei einem Festival immer überall herumrennen und sich alles ansehen oder Konzertbesucher treffen. Da bekommt man im Grunde immer das ehrlichste Feedback darüber, was gut an einem Festival ist oder nicht.

Eltern sagten mir, dass ihre Kinder die Musik auch mögen und es schade sei, dass sie nicht mitkommen könnten, da die Gegebenheiten es nicht zulassen.

Dann kam der Moment, wo wir uns alle vom Team einfach gesagt haben, dass wir das nur ändern können, wenn wir es selber machen, und so entstanden die Ideen zu den Unheilig and Friends Konzerten

Frage von imoe>:
Sie sprachen während des Konzertes von Schwierigkeiten in der Umsetzung im Vorfeld dieser Veranstaltungsreihe. Wo gab es Probleme? Wie wurden die Veranstalter und Locations ausgewählt?


Antwort des Grafen:
Wir waren bei den ersten UH and Friends Konzerten noch nicht in der Lage, wirklich alles alleine zu machen, somit mussten immer noch Leute mit ins Boot geholt werden, die das dann letztendlich organisierten.

Und gerade da war das größte Problem von allen. Es geht im Grunde immer ums Geld. Dinge, die wir haben wollten, kosteten eben Geld. Gerade Dinge, die es sonst so gut wie nie gab bei den Konzerten. Genau diese Punkte wie oben genannt. Da wird immer wieder dran gespart, und wir wollten gerade diese Punkte bei Unheilig and Friends haben. Das kostete ne ganze Menge Überzeugungsarbeit.

Alleine den Mitorganisatoren des Festivals klarzumachen, dass wir unbedingt WCs für Behinderte haben möchten, ein Podest für die Kinder, damit diese etwas sehen und eine vernünftige PA, die vielleicht doppelt so viel kostet wie das, was ansonsten genommen wird, aber somit auch qualitativ besser ist, waren einige der Punkte, wo wir uns fast den Mund fusselig redeten.

Mittlerweile haben wir uns so organisiert, dass wir das alles alleine machen können und unabhängig sind und das ist auch gut so.

Frage von imoe>:
Wie war das Feeling während der Auftritte? Das Publikum war ja nun leicht anders zusammengesetzt, man traf tatsächlich (fast) alle Generationen an! Sind ähnliche Folgeveranstaltungen geplant?


Antwort des Grafen:
Ja, das Gefühl war schon klasse. Im Grunde haben die Menschen, die diesen Tag mit uns gefeiert hatten, alles möglich gemacht und uns in unserem Handeln Recht gegeben. Das war wundervoll.

Frage von imoe>:
Auf ein sehr enthusiastisches Publikum treffen Sie ja auch in Russland (siehe Tourbericht zur Russland-Tour vom 29.08.-01.09.2008, http://www.royalartistclub.com/unheilig/2008/8/29/5379.aspx). Welche Unterschiede gibt es hier gegenüber den Auftritten in Deutschland? Sind weitere Auftritte in Russland und vielleicht auch anderen osteuropäischen Ländern, zum Beispiel Tschechien/Prag, geplant?


Antwort des Grafen:
Auftritte in Russland sind immer etwas besonderes, und wir haben diese Planungen im Hinterkopf, auch dort nächstes Jahr, wenn alles gut geht, wieder aufzutreten. Wo das genau sein wird, weiß ich noch nicht.

Frage von imoe>:
Gehört die Umsetzung neuer Veranstaltungskonzepte und auch der ?Eroberung? neuen Publikums im In- und Ausland für Sie auch zu den kreativen Aufgaben eines Musikers? Bzw. macht Ihnen dieses Betreten von ?Neuland? gerade aufgrund der vielen neuen Erfahrungen Spaß, auch wenn es sicher sehr anstrengend ist?


Antwort des Grafen:
Definitiv ja. Es ist immer spannend, irgendwo aufzutreten, wo wir noch nie waren. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass es nun erst einmal wichtiger ist, sich auf das zu konzentrieren, wo Unheilig schon bekannt ist. Auslandsauftritte  sind immer toll, allerdings müssen sie auch einen Sinn ergeben, da ansonsten der Aufwand, dort hinzukommen und alles zu organisieren, einfach zu groß ist.

Frage von imoe>:
Zwei Kostproben des neuen Albums durften die ?Unheilig & Friends?-Besucher ja schon genießen. Auf was darf man sich noch in der nächsten Zukunft bei Unheilig freuen?


Antwort des Grafen:
Auf das neue Album ?Grosse Freiheit? und die Tour 2010

Grosse Freiheit wird es in drei Versionen geben. Einmal als 14 Track CD, dann eine Limited mit 16 Tracks und ein spezielles Fanpaket, mit der 16 Track CD und einer Fahne sowie einem Buch, was einen musikalischen Rückblick meinerseits in eigenen Worten auf fast 180 Seiten beinhaltet.

Herzlichen Dank für das Interview!
Und viel Erfolg für alle weiteren Unheilig-Projekte im In- und Ausland!
Nicola Stobbe, imoe> Informationsagentur Mittel- und Osteuropa GmbH


Danke dir

Liebe Grüße Der Graf

Unheilig

 

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