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imoe> Weihnachtsreport: UNHEILIG-Konzert in Braunschweig 16.12.10

Grenzen verwischen: "Bunt" und "Schwarz" feiern UNHEILIG in Braunschweig - DER Aufsteiger des Jahres setzt seine Tour "Große Freiheit" fort und feiert 10 jähriges Jubiläum

Freitag, 10.12.2010, Volkswaren Halle in Braunschweig ? ein gemischtes Publikum, jung und alt, "bunt" und schwarzer Gothic-Dress, strömt trotz des Schneeregens gut gelaunt zum Musikereignis dieses Abends. Der Graf hat eingeladen und ca. 8000 Besucher lassen sich diese Chance nicht entgehen. Das Konzert ist seit langem ausverkauft sowie auch schon fast alle weiteren Folgekonzerte dieser Tour bis ins nächste Jahr hinein.

Der Fan, der UNHEILIG schon länger begleitet und in der Regel Anhänger von ?melodisch-dynamischem Gothic-Sound? ist und sich gerne auch ?schwarz? kleidet und schminkt ist, erst einmal verblüfft. Ist man hier richtig? So eine Riesen-Halle! Ein Top-Aufgebot an Security sorgt für einen reibungslosen Einlass und Ablauf! Und eben Menschen-Massen, ein bunter Mix der Bevölkerung Deutschlands ? sozusagen eine ?repräsentative? Stichprobe! Also nicht mehr Lifestyle wie in kleineren bis mittelgroßen ?Dark-Clubs? oder speziellen Festivals, wie man es ansonsten gewohnt ist, sondern wie bei absoluten Top-Acts (national und international). Aber genau das ist UNHEILIG inzwischen, ein nationaler Top-Act, der aber auch international, in Russland z.B., schon Riesenerfolge einfährt. Der Name ?Der Graf? ist inzwischen selbst Liebhabern der Volksmusik ein Begriff ? das will schon etwas heißen! UNHEILIGS aktuelle CD ?Große Freiheit?, derzeit in der Winteredition mit neuen Tracks erhältlich, bricht alle bisher da gewesenen Rekorde und hat den bisherigen ?Bestseller? von Herbert Grönemeyer entthront, sie ist jetzt das am längsten in Folge auf Platz 1 der Charts sich halten könnende LP-Album in Deutschland.

Jetzt aber schnell in den Konzertsaal, die ersten Rhythmen des Vor-Acts MONO INC. (aus Deutschland) erklingen. MONO INC. bieten einen kraftvollen, aber dennoch melodisch elektronischen Dark Wave-Sound. Der Mix aus der dunklen Stimme des Sängers und der hellen Stimme der Schlagzeugerin ist abwechslungsreich und begeistert nicht nur die ersten Reihen direkt an der Bühne. Der Sänger versteht es zudem, mit Humor das Publikum anzusprechen und für sich zu gewinnen, er verabschiedet sich nach rund einer halben Stunde mit dem Hinweis an das UNHEILIG-Publikum, dass er alle gerne auch auf bei MONO INC.-Konzerten zu ihrer aktuellen CD ?Voices of Doom? in 2011 wiedersehen möchte. Ehrgeizige Ambitionen, aber das Potenzial hat MONO INC., wie viele Einträge auf ihrer Facebook-Seite zeigen, wo UNHEILIG-Publikum sie als Band auf Konzerten kennen- und mögen gelernt hat.

Dann folgt der zweite Vor-Act Apoptygma Berzerk (aus Norwegen), die Alt-Meister der Dark-Wave- und Gothic-Szene, die schon sehr erfolgreiche Jahre hinter sich haben und im Jahr 2005 mit ihrer Single ?In this together? und ihrem Album ?You and me against the world? einen beachtlichen Chart-Erfolg feiern konnten. Leider steht nur Sänger Stephan L. Groth von der Originalbesetzung der Band auf der Bühne. Das tut dem typischen APOP-Dark-Elektro-Sound aber keinen Abbruch, die Halle hat sich inzwischen auch weiter gefüllt. Besonderes Konzert-Bon-Bon: Peter Schillings ?Major Tom?, sogar teilweise in Deutsch gesungen.

Und dann ist es soweit, der Auftritt des Grafen steht kurz bevor. Das Warten während der Umbauten wird mit einem ?unheiligen Vorfilm? verkürzt. ?Rotlicht-Viertel-Klassiker? werden angespielt, das Publikum schmettert ?Auf der Reeperbahn nachts um halb eins?? und ?Für Dich soll es rote Rosen regnen??. Die Stimmung ist schon sehr gut, Ränge und Parkett inzwischen komplett gefüllt. Auf den Leinwänden wird der Besuch des Grafen bei ?The Dome? gezeigt, insbesondere wie er Backstage Unterschriften der Stars und Sternchen zur Unterstützung seines Engagements für das Projekt ?Herzenswünsche e.V.? sammelt.
 
Nun liegt der Fokus auf der Bühne, diese gleicht optisch dem Artwork des Albumcovers, im Hintergrund ist der Bug eines Schiffes nachgebaut. Die Musiker betreten zu ?Das Meer? einzeln die Bühne und dann unter tosendem Applaus der Graf. Es geht los mit ?Seenot? und ?Spiegelbild? und dann dem Jubiläumssong ?Winterland?. Der Graf erzählt vom Band-Geburtstag, und das Publikum bringt gerne ein Ständchen: ?Happy Birthday?. Dann zwei weitere Songs aus der aktuellen CD ?Ich gehöre mir?, und ?Sternbild?. Als Schmankerl wird der UNHEILIG-Klassiker ?Schutzengel? als ruhige Piano-Version gespielt. Aber dann geht es fetzig mit zwei weiteren Klassikern ?Freiheit? und ?Sage ja? weiter. Diese sind vor allem etwas für die Fraktion ?Schwarz? im Publikum, eben die alten Anhänger, die UNHEILIG schon lange kennen. Doch dann auch wieder etwas für Fraktion ?Bunt?: ?Halt mich?, das emotionale  ?An Deiner Seite?, und anschließend die ?Große Freiheit?, das Publikum ist begeistert! Die Stimmung steigt so stark an, dass sich sogar die bisher ?sitzenden? Zuhörer auf den Ränge für  ?Abwärts?, ?Maschine? und ?Für immer? erheben. Dann leider die Ernüchterung, das Konzert ist zu Ende und UNHEILIG verlässt die Bühne. Aber fehlt nicht noch etwas? Etwas ganz Entscheidendes? Ja, hier sind sich ?Schwarz? und ?Bunt? einig, und sie werden nicht enttäuscht. Unter großem Applaus kommen UNHEILIG wieder und spielen das Highlight des Abends ?Geboren um zu leben? ? Standing Ovations, das kennt man eigentlich nur aus dem Fernsehen, aber kaum bei Konzerten. Textsicher singt dann auch das Publikum noch einmal den Song. Hier hat der Graf wahrlich etwas Besonderes für alle Zeiten geschaffen, ein Meisterwerk (vielleicht sollte er sich in Zukunft ?der Meister? nennen? ? aber den gibt es wohl schon). Das Publikum bleibt stehen und lässt zusammen mit UNHEILIG mit ?Unter Deiner Flagge? und ?Mein Stern? den Abend langsam ausklingen. Zum Glück ist selbst dann noch nicht Schluss, zwar sind die Musiker bereits im Backstage-Bereich, doch der Graf holt sie (und das Publikum kann es per mobiler Kamera live verfolgen) wieder auf die Bühne, und es wird weihnachtlich. Als letzte Zugabe gibt es ?Leise rieselt der Schnee?, eingefleischte Fans wissen hier, dass Unheilig mit ?Frohes Fest? (2002) schon einmal eine Weihnachts-CD veröffentlicht haben.

Alle Fans, schwarz und bunt, brechen mit guter Laune nach Hause auf oder schauen sich noch den ?unheiligen Nachspann? auf den Leinwänden an, mit Konzertvorankündigungen. Ja, UNHEILIG ist im Mainstream angekommen ? na und? Musikalisch hat sich der Graf zwar stets weiterentwickelt, aber nicht wirklich verändert. Das Konzert war musikalisch gesehen homogen, also nicht ?alte vs. neue? Songs. Und auch der Graf ist nicht plötzlich ?abgehoben? trotz seines Mega-Erfolges, er ist genauso sympathisch und authentisch in seinen Konzerten, wie die Jahre zuvor auch ? er hat lediglich ein wenig mehr ?Spektakuläres? zu berichten, wie z.B. von der Bambi-Verleihung ? eine amüsante Story, weshalb es sich alleine schon lohnt, ein UNHEILIG-Konzert zu besuchen.

Insgesamt ist die ganze Show natürlich professioneller und multimedialer geworden, aber es hat ALLEN Spaß gemacht, und das ist doch das Wichtigste! Gerne wieder, wir sind gespannt, wie es weiter geht mit UNHEILIG!

Nicola Stobbe (imoe>)

 

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